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Was wir dazu gesagt haben:

​WiN
 

„Besser spät als nie“ – mit diesen Worten kommentiert die Pressesprecherin der Wählerinitiative Nordenham, Silvia Kerney, die Entscheidung des Bürgermeisters. „Wir sind gespannt, wen die SPD jetzt aus dem Hut zaubert.“
 

Silvia Kerney spricht im Zusammenhang mit der Greensill-Affäre von einem „Finanzskandal“. Die Verwaltungsspitze hätte ihrer Meinung nach frühzeitig die Konsequenzen ziehen und eine externe Aufarbeitung auf den Weg bringen müssen. „Vielleicht wäre dieser Schritt dann gar nicht notwendig gewesen.“ So sei aber viel Misstrauen und Häme entstanden.
 

Nach den Worten von Silvia Kerney hat die Wählerinitiative zwar einen Wunschkandidaten für das Amt des Bürgermeisters. Die Personalie sei aber noch längst nicht spruchreif. „Grundsätzlich unterstützen wir Ideen und Haltungen unabhängig von Personen.“

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Joachim Gorges - Fraktionsvorsitzender der WIN im Rat der Stadt Nordenham

Ergänzende Worte


Die Berichterstattung braucht noch ein paar Erläuterungen, daher einige
Anmerkungen von mir.

 

Im Bürgermeisterwahlkampf 2015 hat die WIN bekanntlich mit Dr. Ulrich Kerney
einen eigenen Kandidaten ins Rennen geschickt.
In all den Wahlkampfveranstaltungen ging es immer mit darum, die Bürger bei
wichtigen Entscheidungen mit ins Boot zu holen und die Politik transparenter zu
machen.
Dies sollte u.a. dazu dienen, etwas gegen die Politikverdrossenheit zu tun.
Hierfür stand und steht bis heute die WIN.

Auch unser jetziger Bürgermeister hat dies auf seiner Agenda dargestellt. Leider ist
dies in den letzten Jahren nicht umgesetzt worden. Ich denke hier insbesondere an
die Entscheidung zum neuen Standort des Rathauses.
Nach meinem Eindruck sollte dieses Thema in einer Nacht- und Nebelaktion mit den
Stimmen der SPD, Grüne und Teilen der CDU in einem nicht öffentlich tagenden
Verwaltungsausschuss durchgedrückt werden.

Wir als WIN haben mit unserem Antrag auf Bürgerbeteiligung noch versucht, dieses Vorhaben zu stoppen, aber bislang ohne Erfolg.


Auch zum Thema bevorzugte Informationen an andere Fraktionen zwei Beispiele:
Die Haushaltsberatungen waren im letzten Jahr geprägt von sehr widersprüchlichen Zahlenwerken: Heute galt dies, morgen wieder etwas anderes.
Vor einer abschließenden, wichtigen Haushaltssitzung wurden die Zahlen dann endgültig neu aufbereitet. Alle anderen Fraktionen haben diese wichtigen Infos erhalten.
Die WIN als einzige nicht.
Frage: Warum ?

Anderes Beispiel.
In einer weiteren wichtigen Frage zum Thema Windkraft-Energie/Ausbau in unserer Stadt und der Standortfrage Esenshamm, waren der Bürgermeister und alle vertretenen Fraktionen zur Erörterung von Fragen bei den Spezialisten im Landkreis.
Auch wir haben uns mit Fragen in die Diskussion eingebracht.
Die Fragen wurden danach vom Landkreis schriftlich beantwortet.
Erst auf Nachfrage vonseiten der WIN stellte sich heraus, dass die Antworten schon längst vorlagen, aber eine Verteilung an die WIN erfolgte nicht.
Frage auch hier: Warum?

Dies zeugt aus meiner Sicht nicht von einem respektvollen Umgang miteinander. Wir wollen die politischen Entscheidungen klar, verständlich und nachvollziehbar machen und dafür stehen wir.
Dies wird von uns beim nächsten Bürgermeister eingefordert.


Thema CDU-Bürgermeisterkandidat Raoul Krippner.
Herr Krippner hat sich in unserer Fraktion vorgestellt.
Seine Vorstellungen, seine Ziele, wie er die Stadtentwicklung voran bringen will und wohin die Reise gehen soll, hat er uns aber noch nicht eindeutig dargelegt.
Wir sind gespannt auf sein Programm der Zukunft.

Aus unserem Selbstverständnis als unabhängige Wählerinitiative haben wir im letzten Wahlkampf einen eigenen Kandidaten unterstützt, da wir der Überzeugung waren, mit ihm genau den Richtigen für Nordenham gefunden zu haben.
Im vor uns liegenden Wahlkampf können wir die Bürgerinnen und Bürger nur auffordern und ermuntern, sich über die Kandidaten ein eigenes Bild zu machen und dann zu entscheiden, wer aus ihrer Sicht die beste Wahl für Nordenham ist, um unsere Stadt zukunftsfähig zu machen.

Wir als WIN werden aber bis zum heutigen Zeitpunkt keine Wahlempfehlung aussprechen.

Es grüßt

Joachim Gorges

Bei weitergehenden Fragen erreichen Sie mich unter
joachim.gorges@nordenham.win

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